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Complete Bach Cantatas Vol. 2
Ton Koopman / The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir

Complete Bach Cantatas Vol. 2

3 CD | Multi Jewelcase | Challenge Classics | 0608917220223 | CC 72202 | 01 May 2003

€ 14.95 Add to cart
Information

In the autumn of 1713, Bach was invited to apply for the post of organist and music director at the Marktkirche in Halle in succession to Handel's teacher, Friedrich Wilhelm Zachow. Bach was honoured to accept the invitation and in doing so made it clear that he was keen to extend his activities. Under Zachow, who had created a respectable repertory of sacred works of the most varied genres, including a large number of church cantatas, music in Halle had flourished and reached a level that offered Bach an area of responsibility that he evidently found attractive. This was especially true of the cantata, then the most modern sacred genre, the essential formal elements of which - recitative and aria - had been taken over from Italian opera. Many of the cantatas written by Bach before he became Thomaskantor in Leipzig are now lost. The total of the secular and church cantatas that he wrote before he accepted his post at the Thomaskirche just fit on 3 sets of 3 CDs each. This volume is the second set of pre-Leipzig cantatas, and also contains two of the three existant secular cantatas from that same period. These are 'Amore traditore' and what remains of a humoristic cantata, now called 'Quodlibet'. Some scholars are of the opinion that Bach's authorship of 'Amore Traditore' is questionable, but who else could have written this unbelievably beautiful and endearing 3-movement cantata to an Italian text? 

Viele der Kantaten, die Bach schrieb, bevor er in Leipzig zum Thomaskantor berufen wurde, sind  verlorengegangen. Die Gesamtheit der geistlichen und weltlichen Kantaten, die vor seiner Ernennung  an der Thomaskirche entstanden, füllt genau drei Sets zu je drei CDs. Der vorliegende Set ist der zweite dieser Reihe; er enthält auch zwei von den drei noch existierenden  weltlichen Kantaten aus der vor­Leipziger Zeit. Es sind dies Amore Traditore und die uns erhalten  gebliebenen Fragmente einer heute Quodlibet genannten humoristischen Kantate. Einige Musikwissenschaftler ziehen Bachs Autorschaft an Amore Traditore in Zweifel; doch wer sonst hätte diese berückende, unglaublich schöne dreisätzige Kantate auf einen italienischen Text schreiben  können? (Die dritte der oben, erwähnten, vor 1723 entstandenen weltlichen Kantaten, genannt  Jagdkantate, ist in Set III enthalten). Zum ersten Mal in diesem Zyklus kommen das Cembalo und der Stimmton a = 415 zu Gehör, der etwa um einen halben Ton tiefer liegt als der moderne Normstimmton. Alle übrigen Kantaten der Sets I und II sind in dem sog. Chorton (a = ca. 465) eingespielt, der einen Ganzton höher liegt als Bachs  Kammerton. Aus Autographen und zu Bachs Zeiten benutztem Orchestermaterial wissen wir, daß  dieser Stimmton damals üblich war. Um dies für unsere Konzerte und Aufnahmen zu ermöglichen, stimmen die Streicher ihre Instrumente einen Ton höher, so daß sie im Chorton spielen, wodurch ein völlig anderer Klang entsteht. Die Holzbläser transponieren ausgehend von a = 415, je selbst vom französischen Stimmton a = 392, denn  die in Deutschland im frühen 18. Jahrhundert verwendeten Holzblasinstrumente waren normalerweise auf ca. a = 415 eingestimmt. Diese Transpositionen habe nicht ich erfunden; wir haben sie so übernommen, wie sie in den  Originalmanuskripten vorgeschriebenen sind. Noch vor kurzem hat man angenommen, Bach habe absichtlich in schwer zu spielenden Tonarten wie f­Moll oder c­Moll geschrieben, wenn er klagende Texte wie etwa in “Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen” (BWV 12) oder “Ich hatte viel Bekümmernis (BWV 21) der Oboe zu begleiten gab. Heute  wissen wir, daß Bach vor seiner Leipziger Zeit für Oboe, Blockflöte und Fagott durchaus auch in den  leichter zu spielenden Tonarten g­Moll oder d­Moll komponierte. Daraus dürfen wir schließen, daß  das ‘Lamentieren’ einzig und allein durch die gefühlvolle Interpretation des Instrumentalisten  hervorgerufen wird, nicht aber durch die Verwendung von schwierigeren Tonarten. Die Transposition  bewirkt auch, daß der Ambitus des Instruments verändert wird, so daß es zum Beispiel dem im französischen Kammerton spielenden Fagott möglich ist, das sehr tiefe G, zu erreichen (a = 465). Für die Kantate BWV 132 mußten wir einen Choral finden. Mit einer kleinen Änderung im Auftakt  erschien uns hierfür der Choral der Kantate BWV 164 hervorragend geeignet. Ich wünsche Ihnen beim Zuhören dasselbe Vergnügen, das uns die Konzertaufführungen und die  Einspielung dieser wundervollen Kantaten des überragenden Genies J.S. Bach bereitet haben.

Ton Koopman 
Übersetzung: I. Trautmann 

De pre-Leipzig cantates van Bach
Tussen 1994 en 2004 nam dirigent Ton Koopman de enorme taak op zich om alle cantates gecomponeerd door Johann Sebastian Bach op te nemen met zijn Amsterdam Baroque Orchestra & Choir. Tijdens zijn leven schreef Bach vermoedelijk 295 cantates, waarvan er 202 bewaard zijn gebleven. Het overgrote deel van deze cantates kwam volgens biograaf Christoph Wolff, met wie Ton Koopman samenwerkte aan dit project, tot stand in de jaren 1723-25, toen Bach in Leipzig verbleef.

Dit album is het 2e volume uit de serie Complete Cantatas. Veel cantates die Bach componeerde voordat hij cantor bij de Thomaskirche in Leipzig werd zijn verloren gegaan. Maar degene die bewaard zijn gebleven zijn in dit deel gebundeld. Het bevat onder andere twee van de drie wereldlijke cantates die Bach in deze periode componeerde: ‘Amore traditore’ en ‘Quodlibet’. Enkele muziekwetenschappers betwijfelen of het wel echt Bach was, die ‘Amore traditore’ componeerde. Maar wie anders had van deze Italiaanse tekst zo'n betoverende 3-delige cantata kunnen maken? 
 

Tracklisting