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Visions, Fantasies and Dances
Yitzhak Yedid
Yitzhak Yedid

Visions, Fantasies and Dances

CD | Between The Lines | 0608917123623 | BTLCHR 71236 | 01-14

€ 12.95 Add to cart
About the album

The spiritual experience of Yitzhak Yedid as a child chanting the Baqashot at the well-known Ades Synagogue in Jerusalem inspired this composition. Baqashot are collections of supplications, songs and prayers that have been sung by the Sephardic Syrian Jewish communities for centuries. "Every Shabbat during winter months my father woke me up a few hours after midnight to walk to Ades Synagogue to participate in the singing until dawn. Later in my life I was able to distinguish between different Maqamat. This attracted me to explore classical Arabic music and heterophonic textures, and, just as has occurred in Baqashot, to compose works that merge Maqamat with Jewish themes. Since I trained in Western classical music and practice improvisation (as a pianist) it seemed appropriate to merge these different influences" says Yedid.

And so, Visions, Fantasies and Dances is an authentic expression of new music which incorporates a wide spectrum of contemporary and ancient styles. It creates a confluence between the heterophonic textures of Arabic genres (classical Arabic music and Arabic-influenced Jewish music) and the compositional approaches of contemporary Western classical music. Amongst the Western composers of special importance to Yedid are Béla Bartók (1881-1945), György Kurtág (b. 1926), György Ligeti (1923-2006), Olivier Messiaen (1908-1992), Alfred Schnittke (1934-1998), Arnold Schoenberg (1874-1951), Stefan Wolpe (1902- 1972) and John Zorn (b. 1953).

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In 10 Jahren hat Yitzhak Yedid nun acht Aufnahmen bei Between the Lines veröffentlicht. Alle reflektieren sie nicht nur die verschiedensten Einflüsse, denen er ausgesetzt war: 1971 als Kind syrisch-jüdischer Einwanderer in Jerusalem geboren, geprägt von zahlreichen Besuchen in Synagogen und der dort gepflegten sefardischen Musiktradition. Nach dem Studium in Jerusalem die Fortsetzung der Studien In Boston bei den Jazzgrößen Ran Blake und Paul Bley. Und natürlich das intensive Studium klassischer und zeitgenössischer Komponisten wie Béla Bartok, György Ligeti, Arnold Schönberg, und viele mehr. Er nennt aber z.B. auch John Zorn als Inspirationsquelle - und wiederum die Rückbesinnung auf die arabisch beeinflusste Musik seiner Kindheit und Jugend. Mittlerweile lebt und lehrt er in Australien, kehrt aber immer wieder in seine Heimat zurück. Er zählt in Israel zu den wichtigsten zeitgenössischen Komponisten und Interpreten, was zahlreiche Preise und Auszeichnungen belegen.
„Visions, Fantasies and Dances“ stellt nun eine besondere Qualität Yitzhak Yedid´s in den Vordergrund: seine Kompositionen. Seit vielen Jahren schon sind sie der Ausgangspunkt seiner Tätigkeit, die Interpretation fremder Werke war immer untergeordnet. Aber bisher saß er immer selbst am Piano, ob Solo, im Trio, Quartett oder Quintett. Diesmal hat er ein Werk für ein Streichquartett ohne Klavierbegleitung geschrieben. Es besteht aus 7 Teilen, die wiederum aus insgesamt 34 kleinen Preziosen zusammen gesetzt sind. Bei der Gestaltung bedient er diverser Techniken, mal setzt er serielle, dann wieder microtonale Elemente ein, verweist auf Anklänge religiöser Musik, lässt arabische Einflüsse erahnen – und hier ist sie wieder: Yedid´s Fähigkeit, Musik „sprechen“ zu lassen, Geschichten mit Tönen zu erzählen. Seine Lebensgeschichte, die seiner Mitmenschen und die Zusammenhänge, in denen sie ihren Alltag verbringen. Geprägt von verschiedenen und doch so nahen religiösen Traditionen, Alltag zwischen Mauern und Stacheldraht und doch rauschenden Festem, dann wieder gewaltsame Auseinandersetzungen und Selbstmordattentate, bei der jede Familie mittlerweile Opfer zu beklagen hat. Die klassischen Kompositionstechniken reichen nicht aus, um das alles darzustellen. Yedid kann aber aus einem schier unbeschränkten Fundus schöpfen, bis hin zu verschiedenen Improvisationstechniken, die hohe Herausforderungen an klassische Ensembles richten. Es geht eben nicht nur darum, eine Komposition zu spielen, sondern auch zu verstehen, welche Gedankenwelten und Erfahrungen, welche Überzeugungen den Komponisten geleitet haben, und welche Geschichte er erzählen will.
Das Sapphire String Quartett hat sich dieser Herausforderung gestellt – und sie bravourös gemeistert. Alle vier Mitglieder leben und arbeiten in Israel und kennen Yitzhak Yedid und seine Werke seit vielen Jahren.  
Janna Gandelman lebt in Tel Aviv ist Konzertmeisterin des Jerusalem Symphony Orchestra unter Fréderic Chaslin
Roman Spitzer (geb. 1960 in St. Petersburg) lehrt an der Universität Tel Aviv und ist seit 2000 erster Violinist des Israel Philharmonic Orchestra. Er hatte internationale Auftritte unter Dirigenten wie Nagano, Masur, Mehta, Barenboim und vielen mehr.
 Dr. Amos Boasson spielt ebenfalls bei dem Jerusalem Symphony Orchestra, wo er gelegentlich auch als Dirigent gefragt ist. Daneben beschäftigt er sich mit Hirnforschung im Zusammenhang mit musikalischer Rezeption – und hat dort auch einen Doktortitel erworben.
Oleg Stolpner wurde in St. Petersburg geboren und lebt mittlerweile in Jerusalem. Auch er ist Konzertmeister des Jerusalem Symphony Orchestra.
 

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