Axel Kühn Trio

Zeitgeist

Price: € 14.95
Format: CD
Label: Double Moon Records
UPC: 0608917117325
Catnr: DMCHR 71173
Release date: 09 September 2016
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Label
Double Moon Records
UPC
0608917117325
Catalogue number
DMCHR 71173
Release date
09 September 2016

""The bass from Axel Kühn stands more in the front in the sound image, but that is logical, it is his party.""

Jazzism, 03-11-2016
Album
Artist(s)
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About the album

The fact that Axel Kuhn called his new trio album “Zeitgeist” leads us to understand it programmatically. “We do not want to be the umpteenth variant of a conventional piano trio, which too often sounds like Brad Mehldau and employs this typical jazz approach.” For the 35-year-old bassist and his congenial long-time partners Ull Mock on piano and Marcel Gustke on bass, it is more about rejuvenating jazz with current grooves and catchy melodies from pop and rock. It is not at all a matter of currying favor superficially and riding smoothly on populist trends, but on the contrary to fit the sound of this generation into the parameters of jazz with optimum virtuosity, intelligence and sustainability. Axel Kuhn has been considered as one of the most interesting figures in the contemporary music scene in Germany. He is a go-getting, versatile bandleader, bassist and composer, who already has participated on 20 recordings. Ull Mock did not undergo any typical jazz social
Zeitgeist? Ist das nicht dieser trügerische Begriff, der die Denk- und Fühlweise einer ganzen Generation beschreiben soll, der die Eigenarten einer bestimmten Epoche beziehungsweise den Versuch der jeweiligen „Zeit“-Genossen, sich diese zu vergegenwärtigen, abbildet? Sehr häufig lassen sich solche Trends auch in der Musik festmachen. „Der Zeitgeist, das ist etwas ganz Aktuelles“, definiert es Axel Kühn. „Eine Sache, die viele Menschen gerade in diesem Moment interessiert.“ Dass der Bassist und Bandleader sein neues Trioalbum „Zeitgeist“ nennt, darf man deshalb ruhig programmatisch verstehen. „Wir möchten nicht die x-te Variante der klassischen Pianotrios sein, die allzu häufig wie Brad Mehldau klingt und diesen typischen Jazzansatz draufhat.“ Für den 35-jährigen Bassisten und seine kongenialen Dauerpartner Ull Möck am Piano und Marcel Gustke am Bass geht es vielmehr darum, dem Jazz mit aktuellen Grooves und eingängigen Melodien aus Pop und Rock eine Art Frischzellenkur zu verpassen. Keineswegs um sich damit vordergründig anzubiedern und locker auf populistischen Flügeln dahinzugleiten, sondern im Gegenteil den Sound dieser Generation in die Parameter des Jazz einzupassen, hochvirtuos, intelligent und nachhaltig. „Uns geht es darum, die jungen Menschen zu erreichen und ihnen zu zeigen: Hey, der Jazz kann doch eigentlich ganz interessant, ganz witzig sein“, erklärt Kühn seinen künstlerischen Ansatz.

Denn eines glaubt der aus Tübingen stammende, mehrfach preisgekrönte Musiker inzwischen feststellen zu müssen: „Jazz, das ist leider kein Zeitgeist mehr.“ Die Vergreisung des Publikums und der Hörerschaft nehme ständig zu und neue Impulse würden von puristischen Diskussionen in schöner Regelmäßigkeit erdrückt, sagt der Quer- und Vorwärtsdenker. Es mag seinen Grund haben, warum ein Fan einmal Axel Kühn als „Kurt Cobain der Bildungsbürger“ bezeichnete. Denn der Mann versucht mit aller Macht einem Trend entgegenzuwirken, der sein ureigenes kreatives Biotop ganz allmählich austrocknet, es langsam aber sicher der Bedeutungslosigkeit übereignet. Mit seinem Trio tat Kühn bereits auf der CD „Open Minded“ von 2014 einen ersten, geräuschvollen Schritt, indem er bewusst Elemente aus jenen Musikstilen verwendete, die heute einfach die Ohren öffnen. „Zeitgeist“ sei nun die logische Fortsetzung dieser konzertierten Aktion des kreativen Widerstandes. Etwas mit Jazz als Basis zwar, mit dessen rhythmischer und harmonischer Vielfalt, aber weit abseits des Mainstreams. Das kompositorische Ausnahmetalent Axel Kühn hält auch diesen hehren Vorsätzen stand. Mit zehn abwechslungsreichen, mal fließend melodischen, mal satt pumpenden oder hypnotisch rockenden Songs setzen sich er, Möck und Gustke zwischen alle Stühle, ohne hindurch zu fallen.

In der zeitgenössischen Musikszene Deutschlands gilt Axel Kühn längst als einer der interessantesten Köpfe. Ein umtriebiger, vielseitiger Bandleader, Bassist und Komponist, dessen Handschrift bereits 20 CDs ziert. Seine Vita, auf der sich Kollaborationen mit dem klassischen Klarinettisten Wolfgang Meyer, dem Mahler Chamber Orchestra, den Sängerinnen Anne Czichowsky, Casandra Steen, Karen Selig, Liv, den Pianisten Chris Gall und Gee Hye Lee sowie den Saxofonisten Joachim Staudt und Namensvetter Axel Kühn (nicht verwandt), steht exemplarisch für eine unorthodoxe Perspektive.

Auch Ull Möck erlebte keine typische Jazzsozialisation, sondern fand über die Klassik ganz allmählich zur populären Musik und zum Jazz. Er und Marcel Gustke stehen in einer Art Seelenverwandtschaft zu Axel Kühn und bilden gemeinsam einen musikalischen Organismus, der sich souverän zwischen den stilistischen Grenzen bewegt, ohne dabei die individuellen Stärken der Protagonisten im Keim zu ersticken.

Ihr „Zeitgeist“ ist ein besonderes, ein aufregendes, ein geschmackvolles, ein emotionales und ein zugleich bemerkenswertes Album, das unter Garantie die Ohren öffnet – junge, aber auch jung gebliebene. Es ist das Dokument einer drangvollen Emanzipation weg von den Dogmen der musealen Bewahrungsstrategie, aber auch der Hochschulen hin zu dem, was Jazz heute wirklich sein soll: frisch, modern, eigenständig. „Das Rad kann man nicht neu erfinden“, weiß Axel Kühn längst. Aber man kann es zumindest so einstellen, dass es besser läuft.

Artist(s)

Axel Kühn has long been considered as one of the most interesting figures in the contemporary music scene in Germany. A go-getting, versatile bandleader, bassist and composer, who already has participated on 20 CDs. His vita containing collaborations with classical clarinetist Wolfgang Meyer, the Mahler Chamber Orchestra, the singers Anne Czichowsky, Casandra Steen, Karen Selig and Liv, the pianists Chris Gall and Gee Hye Lee as well as the saxophonist Joachim Staudt and his namesake Axel Kühn (no relation) provide examples of his unorthodox perspective.

Ull Möck did not undergo any typical jazz socialization either, but instead slowly found his way to popular music and jazz from classical music. He and Marcel Gustke have a kind of spiritual kinship to Axel Kühn and together form a musical organism, moving confidently between stylistic boundaries without thereby nipping the individual strengths of the protagonists in the bud.

Their Zeitgeist is a special, exciting, tasteful, emotional and at the same time remarkable album, which is sure to pick up listeners’ ears: young, but also young at heart. It is a document of forceful emancipation away from the dogmas of a museum preservation strategy, but also from music colleges, and to what jazz should now really be: fresh, modern and independent. Axel Kühn has known for a long time that You Cannot Reinvent The Wheel. However, you can at least adjust it, so that it works better.

Composer(s)

Press

"The bass from Axel Kühn stands more in the front in the sound image, but that is logical, it is his party."
Jazzism, 03-11-2016

"Although the domineering shortage makes the originallity 'Zeitgeist' that the album will not belong to the collectorsitems.' "
Jazzenzo, 07-10-2016

Play album

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