Enrico Pieranunzi / Rosario Giuliani

Duke's Dream

Price: € 19.95
Format: CD
Label: Intuition
UPC: 0750447344525
Catnr: INT 34452
Release date: 13 January 2017
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Label
Intuition
UPC
0750447344525
Catalogue number
INT 34452
Release date
13 January 2017
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About the album

For Enrico Pieranunzi and Rosario Giuliani, their reflections on the music of Duke Ellington provide a vital impulse for a musical process in which they re-imagine the Duke’s music, make it contemporary, and give it fresh new colors. Duke’s Dream opens a window and offers us a seat in a train that not only connects two parts of a city, but also one type of culture with another. Trains begins with the A Train to Harlem, but it also suggests other trains and other trains of thought.

Enrico Pieranunzi has had a long musical career with experiences deeply rooted in the history of jazz. In his youth, he played with Chet Baker, worked with many legendary jazz performers on stage and in studios, later wrote a book about Bill Evans, and today is himself considered one of the grandees of jazz. In Rosario Giuliani – eighteen years younger than himself – Pieranunzi has met a musician with the same urge to achieve authentic expression. Both know that a tribute album would only be a pale imitation of the figure being honored if it didn’t include something personal. A successful homage, in spite of all its affection, is always to some degree a self-portrait. This is also true for Pieranunzi’s musical involvement with Bill Evans, Thelonious Monk, Lennie Tristano, Charlie Parker, and Wayne Shorter, as well as his excursions into the sound worlds of Domenico Scarlatti and Federico Fellini.

Now we come to Duke Ellington, and that with good reason. Today, if one looks at this wonderful music, which we have become accustomed to call jazz, one discovers an astonishing coherence and consistency – in spite of clear distinctions between what is traditional, what is modern, and what is avant-garde. One feels Duke Ellington’s strong, warm heart at the center of it all. With their European background, Enrico Pieranunzi and Rosario Giuliani approach a cosmos that is a counterpart to their heritage: the classics of Afro-American music. Although much respect is in play here, the duo is not blinded by their admiration. They allow their own experiences to come into play, including those with contemporary jazz, which lets them approach Ellington’s music in new and sometimes astonishing ways. This begins with the treatment of the themes, and leads to new harmonic interpretations, rhythmic refinements, contrapuntal dialogues, and melodic inventions.

The two revel in an atmosphere that has rightly been called “Ellingtonia”. There are ballads and blues, dancing exuberance and lamentation, spiritual feeling and tonal audacity – all based on a swing feeling that, though not always explicitly formulated, is consistently imagined and felt.

This is a colorful world with its own rules, its own freedoms, and above all its own sound. The material for the “dream” is something emotional and congenial. In this sense, the Duke’s dream is humanistic and universal. Enrico Pieranunzi and Rosario Giuliani know how to enter this dream and carry it on. This allows them to create a new music in the Duke’s spirit. The element of poetry is essential for Pieranunzi, also in music; one of his pieces is even called “Don’t Forget the Poet”. And it is no accident that Ellington’s compositions are often referred to as tone poems. Just like Ellington’s pieces and suites, the dialogues between Enrico Pieranunzi and Rosario Giuliani are filled with fascinating characters, poetic images, and scintillating stories. Duke’s Dream is an invitation to indulge one’s own fantasy.

Bei ihren Reflexionen über die Musik von Duke Ellington entwickeln Enrico Pieranunzi und Rosario Giuliani einen vitalen Impuls – Auslöser eines spielerischen Prozesses, der sie die Musik des Duke imaginieren, diese vergegenwärtigen und in frischen Farben aufleuchten lässt. Duke's Dream öffnet ein Fenster und bietet einen Platz an in einem der Züge, die nicht nur zwei Stadtteile miteinander verbinden, sondern zugleich auch den einen kulturellen Topos mit einem anderen. Trains abstrahiert vom A-Trane, der nach Harlem führt, lässt diesen aber ebenso anklingen wie andere Zug- und Gedankenverbindungen auch.

Enrico Pieranunzi ist in einem an Erfahrungen reichen Musikerleben tief in die Jazzgeschichte eingetaucht. Er hat bereits in jungen Jahren mit Chet Baker gespielt, stand mit vielen der Großen auf der Bühne und im Studio, schrieb später ein Buch über Bill Evans und zählt heute selbst schon zu den Granden des Jazz. In dem achtzehn Jahre jüngeren Rosario Giuliani trifft er auf einen Musiker mit gleichem Drang nach authentischem Ausdruck. Beide wissen: ein Tribute-Album wäre nur das blasse Abbild des Verehrten, enthielte es nicht zugleich etwas Eigenes. Eine gelungene Hommage ist bei aller Zuneigung in einem bescheidenen Umfang immer auch ein Selbstportrait. Das galt für Enrico Pieranunzis musikalische Beschäftigung mit Bill Evans, Thelonious Monk, Lennie Tristano, Charlie Parker oder Wayne Shorter ebenso wie für seine Exkurse in die Klanggefilde eines Domenico Scarlatti oder eines Federico Fellini.

Nun also Duke Ellington und das mit gutem Grund. Blickt man von heute auf diese wunderbare Musik, die wir uns angewöhnt haben, Jazz zu nennen, entdeckt man – trotz deutlicher Unterschiede zwischen Tradition, Moderne und Avantgarde – eine erstaunliche Kohärenz und Folgerichtigkeit. Und man spürt ein starkes wärmendes Herz in der Mitte: die Musik von Duke Ellington. Enrico Pieranunzi und Rosario Giuliani nähern sich mit der musikalischen Bildung kultivierter Europäer einem Kosmos, der ein Pedant zu unserem Erbe darstellt: die Klassik der afroamerikanischen Musik. Und obwohl viel Respekt im Spiel ist, erstarrt das Duo nicht in Ehrfurcht. Es lässt persönliche Erfahrungen einfließen, also selbstverständlich auch die mit dem zeitgenössischen Jazz. Und es nähert sich den Vorlagen auf unterschiedliche, mitunter durchaus verblüffende Weise. Das beginnt beim Umspielen der Themen, führt zu harmonischen Neuausdeutungen, rhythmischen Raffinessen, kontrapunktisch geführten Dialogen und melodischen Fortschreitungen.

Die beiden schwelgen in einer Atmosphäre, die man treffend "Ellingtonia" genannt hat. Es gibt Balladen- und Bluesfeeling, tänzerischen Überschwang und Lamento, spirituelle Besinnung und tonale Kühnheiten – all das auf der Basis eines nicht immer ausformulierten, aber stets mitgedachten und mitgefühlten swingenden Grundgestus.
Es handelt sich um eine bunte Welt mit eigenen Gesetzen, eigenen Freiheiten und vor allem mit einem eigenen Sound. Der Stoff für den Traum ist das Emotionale, die Herzlichkeit. In diesem Sinne erweist sich Ellingtons Traum als humanistisch und als universell. Enrico Pieranunzi und Rosario Giuliani wissen hier an- und fortzusetzen. Dabei gelingt ihnen eine Nähe zu Ellington, die sie aus dessen Geist neue Musik schöpfen lässt. Das Poetische ist für Enrico Pieranunzi eine wesentliche Kategorie, auch für die Musik. Einem seiner Stücke gab er den Titel Don't Forget The Poet. Und keineswegs zufällig wurde im Zusammenhang mit Kompositionen Ellingtons von Ton-Poemen gesprochen. Wie die Stücke und die Suiten von Ellington sind auch die Dialoge von Enrico Pieranunzi und Rosario Giuliani angefüllt mit faszinierenden Charakteren, poetischen Bildern und funkelnden Geschichten. Duke's Dream ist zugleich eine Einladung zum Spiel mit der eigenen Phantasie.

Bert Noglik


Künstlerbio:
Enrico Pieranunzi wurde 1949 in Rom geboren und gehört seit vielen Jahren zu den bedeutendsten und bekanntesten Protagonisten der internationalen Jazzszene. Als Pianist, Komponist und Bearbeiter hat er rund 80 Alben unter seinem eigenen Namen aufgenommen – von Klaviersolo bis Klaviertrio, von Duett bis Quintett. Er hat mit Chet Baker, Lee Konitz, Paul Motian, Charlie Haden, Chris Potter, Marc Johnson und Joey Baron zusammengearbeitet – entweder live oder im Studio. Pieranunzi wurde dreimal in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Musica Jazz zum "Künstler des Jahres" gewählt (1989, 2003 und 2008). Außerdem hat er 1997 den französischen Preis "Django d’Or" in der Kategorie "Bester europäischer Musiker" und 2014 den "Echo Jazz" in der Kategorie "Instrumentalist des Jahres international Piano/Keyboards" gewonnen.
Pieranunzi hat seine Musik auf den prestigeträchtigsten internationalen Festivals der ganzen Welt aufgeführt – von Montreal bis Kopenhagen und Buenos Aires, von Berlin und Madrid bis Tokio, Rio de Janeiro und Beijing. In den vergangenen zehn Jahren hat er immer häufiger in den USA gespielt und bei Festivals in San Francisco und Spoleto (Charleston, South Carolina) mitgewirkt. Außerdem tritt er regelmäßig in den bedeutendsten Clubs von New York auf, insbesondere im Village Vanguard, wo er im Juli 2010 das Album Live at the Village Vanguard mit Marc Johnson und Paul Motian aufgenommen hat. Dies ist das erste Album, das jemals von einem italienischen Musiker – und eines der sehr wenigen Alben von europäischen Musikern – in der legendären keilförmigen Veranstaltungsstätte in der Seventh Avenue aufgenommen wurde. Das zweite Live at the Village Vanguard-Album, das 2015 mit Donny McCaslin, Scott Colley und Clarence Penn aufgenommen wurde, erscheint Ende 2016. Enrico Pieranunzi hat über 300 Stücke komponiert, von denen viele zu Standards geworden sind, die von Musikern auf der ganzen Welt aufgeführt und aufgenommen werden (Night Bird, Don’t Forget the Poet, Fellini’s Waltz).

Rosario Giuliani wurde 1967 in Terracina, einer netten Kleinstadt am Meer 76 km südöstlich von Rom, geboren. Sein erstes musikalisches Idol war Charlie Parker, und schon bei seinen ersten Erfahrungen mit dem Altsax bewies Giuliani ein sehr ureigenes Verständnis der Bebop-Sprache. Sein von Julian "Cannonball" Adderley, Art Pepper und John Coltrane geprägter Stil begann schon bald, Aufmerksamkeit zu erregen. 1996 gewann Giuliani den Massimo-Urbani-Preis. Nur ein Jahr später wurde er beim Europäischen Jazzwettbewerb in Belgien zum "Besten Solisten" gekürt und sein eigenes Quartett gewann den Preis in der Kategorie "Beste Gruppe". Im Jahr 2000 landete er beim Top-Jazz-Wettbewerb (in der Kategorie "Neues Talent") durch Publikumswahl auf dem ersten Platz und 2010 wurde er beim jährlichen Entscheid der Zeitschrift "Musica Jazz" zum besten Saxophonspieler des Jahres gewählt. Er hat mit Phil Woods, Enrico Pieranunzi, Franco D'Andrea, Enrico Rava, Charlie Haden, Gonzalo Rubalcaba, Martial Solal, Jeff "Tain" Watts, Mark Turner, John Patitucci, Joe LaBarbera, Richard Galliano und Kurt Elling zusammengearbeitet, um nur einige zu nennen. Zwischen 2001 und 2013 nahm er unter dem französischen Label Dreyfus Jazz mehrere CDs auf (Luggage, Mr. Dodo, More Than Ever, Anything Else, Lennie's Pennies, Images). Als gefeierter Interpret und Komponist ist Rosario Giuliani bei den großen Festivals und Clubs in ganz Europa (darunter das Audi Jazz Festival und Jazz Baltica in Deutschland) sowie in Japan, Puerto Rico, Mexiko, Hongkong und China aufgetreten. Zurzeit unterrichtet er Jazzsaxophon am Conservatorio di Musica S. Cecilia in Rom.

Artist(s)

Enrico Pieranunzi was born in Rome in 1949 and has for many years been among the most significant and well-known protagonists of the international jazz scene. A pianist, composer, and arranger, he has recorded around 80 albums under his own name, ranging from piano solo to trio, from duo to quintet. He has collaborated, either live or in the studio, with Chet Baker, Lee Konitz, Paul Motian, Charlie Haden, Chris Potter, Marc Johnson, and Joey Baron. Pieranunzi has been named Artist of the Year three times by the Musica Jazz magazine critics’ poll (in 1989, 2003, 2008). He also won the French Django d’Or prize as “Best European Musician” in 1997 and the German Echo Jazz Award in 2014 as “Best International Keyboard Artist”.
Pieranunzi has performed his music all over the world in the most prestigious international festivals, from Montréal to Copenhagen and Buenos Aires, from Berlin and Madrid to Tokyo, Rio de Janeiro and Beijing. For the past ten years, he has been playing more and more in the USA, and has taken part in the San Francisco and Spoleto (Charleston, South Carolina) festivals. He has also been regularly featured in the most important New York clubs, especially the Village Vanguard, where in July 2010 he recorded the album Live at the Village Vanguard with Marc Johnson and Paul Motian. This is the first album ever recorded by an Italian musician (and one of the very few by European musicians) in the legendary diamond shaped 7th Avenue venue. A second Live at the Village Vanguard, recorded in 2015 with Donny McCaslin, Scott Colley and Clarence Penn, has been released at the end of 2016. Enrico Pieranunzi has composed over 300 pieces, many of which have become standards performed and recorded by musicians all over the world (Night Bird, Don’t Forget the Poet, Fellini’s Waltz).

Rosario Giuliani was born in 1967 in Terracina (a nice small town on the sea, 76 kilometers southeast of Rome). His first musical hero was Charlie Parker, and from his earliest experiences with the alto sax Giuliani demonstrated a very original understanding of the bebop language. His style – influenced by Julian “Cannonball” Adderley, Art Pepper, and John Coltrane – soon started to draw attention. In 1996 Giuliani won the Massimo Urbani prize. One year later he was named “Best Soloist” and his own quartet won the “Best Group” award at the European Jazz Contest in Belgium. In the year 2000 he took first place honors, by popular vote, in the “Top Jazz” contest (“New Talent” category) and in 2010 he was voted best saxophone player of the year in the annual referendum held by Musica Jazz magazine. He has collaborated with Phil Woods, Enrico Pieranunzi, Franco D’Andrea, Enrico Rava, Charlie Haden, Gonzalo Rubalcaba, Martial Solal, Jeff “Tain” Watts, Mark Turner, John Patitucci, Joe LaBarbera, Richard Galliano and Kurt Elling, to name but a few. Between 2001 and 2013, he recorded several CDs with the French recording company Dreyfus Jazz (Luggage, Mr. Dodo, More Than Ever, Anything Else, Lennie’s Pennies, Images). An acclaimed performer and composer, Rosario Giuliani has played in major festivals and clubs all over Europe (including the Audi Jazz Festival and Jazz Baltica in Germany) as well as in Japan, Puerto Rico, Mexico, Hong Kong, China). He currently teaches jazz saxophone at the Conservatorio di Musica S. Cecilia in Rome.

Composer(s)

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